Medienspiegel
25. Juni 2021

Guter Inflationsschutz mit Infrastruktur-Aktien

Infrastruktur-Aktien bieten einen guten Inflationsschutz. Das hat »Bantleon Portfolio Manager« Johannes Maier im Interview mit dem Magazin Smart Investor gesagt. »Langfristig haben Infrastruktur-Aktien den breiten Markt deutlich outperformt«, stellte er fest. »Der globale Branchen-Index GLIO hat in den vergangenen 20 Jahren Renditen von über 10% p.a. erwirtschaftet und damit den MSCI World um 2%-Punkte p. a. übertroffen.« Besonders gut haben sich Maier zufolge Infrastruktur-Aktien in den Phasen geschlagen, in denen die Teuerungsrate höher als 3% p.a. lag. Generell bieten Infrastruktur-Unternehmen demnach einen guten Inflationsschutz, welcher in den hohen Markteintrittsbarrieren und Quasi-Monopolstellungen begründet ist.

»Infrastruktur-Unternehmen bieten oft Dienstleistungen an, die für das Funktionieren einer Volkswirtschaft unabdingbar sind«, erklärte Maier. »Regulatorische Rahmenbedingungen gewährleisten, dass diese Dienstleistungen auch dauerhaft angeboten werden können. Diese Unternehmen haben daher oft eine Quasi-Monopolstellung mit hoher Preissetzungsmacht. Darüber hinaus berücksichtigen die meist langfristigen Verträge eine Anpassung der Preise an die Inflationsentwicklung.«

Entscheidend für den Inflationsschutz sei die hohe Preissetzungsmacht und geringe Kostensensitivität der Unternehmen. Als Beispiele nannte Maier regulierte Versorger und Betreiber von Mautstrassen. »Bei Sub-Sektoren, die einem normalen Wettbewerb ausgesetzt sind, wie beispielsweise Häfen oder Telekommunikationsanbieter, ist der Inflationsschutz geringer«, stellte er fest. »Bei diesen Geschäftsmodellen ist die Durchsetzung von Preiserhöhungen schwieriger und die Margen sind deutlich niedriger.«

Bei der Auswahl von Infrastruktur-Investments sollten Anleger börsennotierte Unternehmen Infrastruktur-Direktanlagen vorziehen. »Seit geraumer Zeit ist eine Bewertungslücke zwischen börsennotierten Infrastruktur-Unternehmen und Direktanlagen zu beobachten«, begründete Maier seine Empfehlung. »Wir sehen beispielsweise, dass in einigen Infrastruktur-Sektoren bei Direktanlagen für nahezu identische Assets ein Aufschlag von 50% bezahlt wird. Auf lange Sicht werden diese Bewertungsunterschiede nicht bestehen bleiben, sodass börsennotierte Infrastruktur ein entsprechendes Aufholpotenzial bietet.«

Lesen Sie hier das vollständige Interview.

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