Im Interview mit der Wirtschaftswoche hat sich »Bantleon Chefvolkswirt« Dr. Daniel Hartmann zuversichtlich für die deutsche Wirtschaft geäußert: »Ich bleibe mit Blick auf Deutschland ein Optimist«, sagte er. »In diesem Jahr hat es Deutschland zwar bislang nicht geschafft, sich nachhaltig aus der Stagnation zu befreien. Aber 2026, darauf deuten wichtige Frühindikatoren hin, wird es einen Aufschwung geben. Ich rechne schon im vierten Quartal 2025 mit positivem Wachstum – und für das Gesamtjahr 2026 mit einem Plus von 1,5 bis 1,6 Prozent.«
Als Gund für diese optimistische Prognose nannte er den »mächtigen Fiskalimpuls«, der im Jahr 2026 in Deutschland zu erwarten sei. »Bei den Rüstungsausgaben etwa sehe ich einen baldigen Schub, der sich bei Auftragseingängen und Industrieproduktion niederschlagen dürfte.« Und komme die Investitionsbelebung in Gang, dürfte über kurz oder lang der Konsum nachziehen.
Die größten Risiken für die globale Wirtschaft kämen aus den USA, erklärte Hartmann: »Wenn dort die Zölle auf die Binnenkonjunktur doch noch durchschlagen und sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter eintrübt, könnte eine Abwärtsspirale in Gang kommen. Diesem Szenario ordnen wir aber nur eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu. Trump dürfte alles dafür tun, dass die US-Wirtschaft am Laufen bleibt – und davon würden dann auch deutsche Unternehmen profitieren.«
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