Grünes Licht für den Goldpreis

Der Goldpreis hat 2026 eine Achterbahnfahrt erlebt: Nach einem Rückgang von rund 30% seit dem Jahreshoch stabilisierte sich das Edelmetall im Bereich von 4.000 US-Dollar je Unze, einem Niveau, das sowohl charttechnisch als auch fundamental als fair bewertet erscheint. Inzwischen hat sich der Preis wieder deutlich erholt. Für die weitere Entwicklung sind vor allem drei Faktoren entscheidend: die geopolitische Lage, die Goldkäufe der Zentralbanken sowie die US-Zins- und Schuldenpolitik. Besonders die anhaltend hohe Schuldenlast der USA gilt als zentraler Treiber für die Attraktivität von Gold. Unterstützt durch eine starke Nachfrage der Notenbanken und mögliche Zinssenkungen bleibt der Ausblick grundsätzlich positiv. Charttechnisch ergibt sich für das laufende Jahr ein Kursziel von 4.800 bis 5.000 US-Dollar je Unze.

Goldinvestoren mussten in diesem Jahr starke Nerven haben, rauschte der Preis des gelben Edelmetalls doch vom Allzeithoch bei 5.595 US-Dollar im Januar bis auf 3.943 US-Dollar Ende Juni nach unten. Das entspricht einem Kursrückgang von rund 30% und führte in erster Linie zu einer Abkühlung des Marktsentiments. Die Unterseite dieser Korrekturformation bildete dabei die Marke von etwa 4.000 US-Dollar je Unze. Hier gelang eine Stabilisierung. Neben einer charttechnischen Einschätzung ziehen wir beim Management unserer Multi-Asset-Strategien auch fundamentale Bewertungsfaktoren heran, die ebenfalls ein faires Niveau von circa 4.000 US-Dollar je Unze anzeigen.

Goldpreis wird von drei wichtigen Faktoren beeinflusst

Inzwischen ist der Goldpreis wieder auf etwa 4.600 US-Dollar gestiegen und für die weitere Entwicklung müssen Anleger auf die Haupteinflussfaktoren des Goldpreises achten: erstens die Geopolitik, zweitens die Käufe und Verkäufe von Zentralbanken sowie drittens Zinsen, Schuldenlast, Dollar und Konjunktur in den USA. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine sehr enge Wechselwirkung zwischen den einzelnen Faktoren besteht und ihre Bedeutung für die weitere Goldpreisentwicklung schwankt.

Dafür gibt es gute aktuelle Beispiele: Auf die jüngste Ankündigung des US-Finanzministeriums, länger laufende US-Staatsanleihen zurückzukaufen bei gleichzeitiger Ausgabe kurz laufender Papiere, reagierte der US-Dollar mit Kursverlusten, während der Goldpreis stark stieg. Eine (langfristige) Schwächung des US-Dollars hilft zweifellos der US-Administration, die Schuldenlast in den Griff zu bekommen, indem das Problem globalisiert wird. Gleichzeitig entlastet die Umschichtung der Schulden im aktuellen Marktumfeld zunächst den Haushalt, erhöht jedoch andererseits die Unsicherheit bezüglich der künftigen US-Zinspolitik. Daher ist Zurückhaltung bei institutionellen Käufern zu erwarten, auch weil insbesondere staatliche Akteure aus Schwellenländern inzwischen gelernt haben, dass Haltern von US-Staatsanleihen unliebsame Sanktionen drohen können. Gold, Silber (und Kryptowährungen) als alternative Reserveanlagen zur Diversifikation werden daher weiter an Bedeutung gewinnen.

Das sollte auch den aktuell wichtigsten Treiber für einen steigenden Goldpreis stützen: Käufe internationaler Zentralbanken. Im 2. Quartal 2026 erwarben die Notenbanken gemäß World Gold Council weltweit etwa 289 Tonnen Gold. Damit erreichten die offiziellen globalen Goldreserven einen historischen Höchststand. Zu den Käufern gehörten insbesondere China, Polen, Kasachstan und Usbekistan. Gegenüber den Zentralbanken der Industriestaaten haben Schwellenländer noch einen erheblichen Aufstockungsbedarf bei Gold als Währungsreserve, da ihr Goldanteil mit durchschnittlich 30% deutlich tiefer liegt.

Mit Argusaugen beobachten derzeit die Marktteilnehmer den amerikanischen Arbeitsmarkt und die weitere Entwicklung der US-Konjunktur. Rückschläge bei der Beschäftigung und schwächere Einzelhandelsumsätze nährten zuletzt die Hoffnung auf sinkende Zinsen. Diese wiederum würden die Attraktivität von Gold erhöhen, da bei sinkenden Opportunitätskosten (Zinsen) Staatsanleihen gegenüber dem zinslosen Gold ihren relativen Vorteil verlieren. Eine friedliche Lösung im US-Iran-Konflikt am Persischen Golf und damit einhergehend ein fallender Ölpreis würde für nachlassenden Inflationsdruck sorgen und Raum für Zinssenkungen schaffen, was wiederum den Goldpreis weiter stützen könnte. Gleichzeitig wäre aber die geopolitische Unsicherheit – zumindest temporär – gemindert. Die Wirkung dieser Faktoren würde sich hier somit aufheben.

Schuldenlast der USA als entscheidender Faktor

Letztlich dominiert als Ergebnis im Zusammenspiel der genannten Faktoren die US-Schuldenlast beziehungsweise deren Tragfähigkeit den Goldpreis. Kommt es zu einer wirklichen Schuldenreduktion, wird diese den Preis des Edelmetalls belasten. Bleibt es lediglich bei der Bekämpfung der Schuldensymptome, steht Gold eine glänzende Zukunft bevor.

Charttechnisch lässt sich als konservatives Kursziel für das laufende Jahr eine Range von 4.800 bis etwa 5.000 US-Dollar je Unze ableiten. Unterstützend wirken hierbei die Aufhellung des mittelfristigen Wochenchartbilds und das aktuelle Kaufsignal beim MACD-Indikator. Dennoch erscheint das unmittelbare Kurspotenzial im Fall einer Erholung begrenzt. Im Bereich um 4.900 US-Dollar treffen eine Reihe technischer Widerstände zusammen, sodass den Bullen hier zunächst die Puste ausgehen dürfte.

Gold bei Bantleon

Bantleon investiert in Gold für die nachhaltigen Multi-Asset-Fonds Bantleon Changing World und Bantleon Changing World Conservative sowie Multi-Asset-Spezialfonds. Ergänzend zu einem fundamentalen Modell für die langfristige Bewertung werden charttechnische Analysen für taktische Entscheidungen genutzt.

Rechtlicher Hinweis

Bei dieser Marketing-Anzeige handelt es sich um Werbung. Sie dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten (einschließlich Fonds) dar. Die gegebenen Informationen können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen. Alle Aussagen entsprechen den aktuellen Erkenntnissen von Bantleon und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Etwaige Analysen und Meinungen stützen sich auf Berichte und Auswertungen öffentlich zugänglicher Quellen. Obwohl Bantleon der Auffassung ist, dass die Angaben auf verlässlichen Quellen beruhen und das Dokument mit größter Sorgfalt erstellt worden ist, kann für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Informationen keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Informationen ergeben, wird ausgeschlossen. Die vollständigen Angaben zu den von der Bantleon Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH verwalteten Publikumsfonds sind dem jeweiligen Verkaufsprospekt, dem Basisinformationsblatt (PRIIP-KID) sowie dem Jahres- und Halbjahresbericht zu entnehmen. Diese Unterlagen stellen in ihrer jeweils aktuellen Fassung die allein verbindliche Grundlage für einen Kauf von Fondsanteilen dar. Sie können in deutscher Sprache kostenlos unter www.bantleon.com abgerufen oder in schriftlicher Form bei der Bantleon Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Aegidientorplatz 2a, 30159 Hannover (Kapitalverwaltungsgesellschaft) und der Bantleon GmbH, Aegidientorplatz 2a, 30159 Hannover angefordert werden. Für die in Luxemburg verwaltete BANTLEON SELECT SICAV können die Unterlagen zusätzlich in englischer Sprache kostenlos unter www.bantleon.com abgerufen oder in schriftlicher Form bei der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien (Kontakt- und Informationsstelle in Österreich), der LLB Swiss Investment AG, Claridenstrasse 20, 8002 Zürich (Vertreter in der Schweiz) und bei der UBS Switzerland AG, Bahnhofstrasse 45, 8001 Zürich (Zahlstelle in der Schweiz) angefordert werden. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte inklusive weiterer Informationen zu Instrumenten der Rechtsdurchsetzung erhalten Sie in deutscher und englischer Sprache auf www.bantleon.com/rechtliche-hinweise bzw. www.bantleon.com/en/general-information. Die Bantleon Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH kann den Vertrieb von Publikumsfonds jederzeit widerrufen. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt auf Basis der täglichen Anteilspreise und der Wiederanlage der Ausschüttung (BVI-Methode). Sämtliche Kosten innerhalb des Fonds, mit Ausnahme des Ausgabeaufschlages, sind berücksichtigt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Fondsanteile können zusätzliche Kosten entstehen wie beispielsweise Gebühren, Provisionen und andere Entgelte, die in der Darstellung nicht berücksichtigt wurden und sich negativ auf die Wertentwicklung auswirken können. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die ausgegebenen Fondsanteile der Publikumsfonds dürfen nur in solchen Rechtsordnungen zum Kauf angeboten oder verkauft werden, in denen ein solches Angebot oder ein solcher Verkauf zulässig ist. Insbesondere dürfen die Fondsanteile weder an Personen innerhalb der USA noch an oder für Rechnung von US-Staatsbürgern, von in den USA ansässigen Personen oder von anderen Personen, die nach den in den USA geltenden Vorschriften als »US-Person« gelten, zum Kauf angeboten oder an diese verkauft werden. Dieses Dokument und die in ihm enthaltenen Informationen dürfen nicht in den USA verbreitet werden. Die Verbreitung und Veröffentlichung dieses Dokuments sowie das Angebot oder ein Verkauf der Anteile können auch in anderen Rechtsordnungen Beschränkungen unterworfen sein. Sämtliche Angaben wurden mit höchster Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für etwaige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen, ist ausgeschlossen. Wird in der Mitteilung allein die Bezeichnung »Bantleon« ohne Zusatz verwendet, sind damit die Bantleon AG mit Sitz in Zürich (Schweiz) und sämtliche mit ihr verbundenen Unternehmen, insbesondere Tochtergesellschaften, gemeint (auch »Bantleon Gruppe«).

nach oben