Während politische Ereignisse und spürbare Zinsbewegungen im Jahresverlauf immer wieder zu deutlichen, wenn auch temporären, Ausschlägen bei den Risikoprämien führten, blieben Corporate Hybrids (Nachranganleihen von Industrieunternehmen) bemerkenswert robust und boten Anlegern genau die Kombination an Eigenschaften, die in unsicheren Marktphasen zählt: attraktive laufende Erträge, stabile Fundamentaldaten und daraus resultierend ein überlegenes Risiko-Ertrags-Verhältnis gegenüber klassischen Anleihensegmenten.
Deutlich wird dies beim Vergleich der Performance: Der «ICE BofA Euro Corporate Senior Index» erzielte seit Jahresbeginn per Ende November einen Gesamtertrag von 3,08% bei einer Spreadeinengung von 18 Basispunkten. Corporate Hybrids – gemessen am »ICE BofA Euro Non-Financial Subordinated Index« – kamen hingegen auf 5,19% Gesamtertrag bei 36 Basispunkten Spreadeinengung. Selbst der High-Yield-Markt lag mit 4,78% und 24 Basispunkten Einengung dahinter. Die Balance aus erstklassigen Emittenten und attraktiven Spreadniveaus machte Corporate Hybrids damit zur überzeugenden Mitte der Anleihenmärkte: weniger Risiko als High-Yield, ohne an Performance einzubüßen und deutlich ertragsstärker als erstrangige Unternehmensanleihen.
Diversifikation ermöglicht neue Chancen
Auch der Primärmarkt verzeichnete 2025 einen Meilenstein. Das Neuemissionsvolumen bei Corporate Hybrids belief sich auf rund 41 Mrd. US-Dollar, 40 Mrd. Euro und knapp 2 Mrd. Pfund. Während Emissionen in EUR überwiegend der Refinanzierung bestehender Corporate Hybrids dienten, kamen im USD-Markt zahlreiche neue Emittenten hinzu. Dadurch wuchs das ausstehende Volumen der Corporate Hybrids mittlerweile auf über 250 Mrd. Euro und ist damit beinahe so groß wie das Volumen der Financial Hybrids. Für aktive Manager entstehen daraus neue Chancen: mehr Diversifikation, mehr Relevanz in gängigen Corporate-Indizes, mehr selektive Alphaquellen. Dieser Trend dürfte sich 2026 weiter verstärken.
Ein weiterer Vorteil dieser Assetklasse im Jahr 2026: Corporate Hybrids bleiben frei von den Bewertungsrisiken des hoch bewerteten Technologie- und KI-Sektors. Aus dem Tech-Universum gibt es abgesehen von einer Infineon-Anleihe praktisch keine Hybridemissionen. Mögliche Übertreibungen rund um KI und Halbleiter schlagen deshalb nicht direkt auf die Assetklasse durch. Gleichzeitig profitieren viele Hybrid-Emittenten sogar indirekt vom KI-Boom: Der explosionsartig steigende Energie- und Infrastruktur-Bedarf großer Rechenzentren stärkt insbesondere die Fundamentaldaten von Versorgern und Energieunternehmen, die größten Gewichte am Corporate-Hybrid-Markt.
Mit Blick auf 2026 zeichnet sich ein Umfeld ab, in dem Spreadprodukte weiterhin attraktive Ertragschancen bieten, während Staatsanleihen von steigenden Renditen und steileren Zinskurven tendenziell belastet werden. Gerade qualitativ hochwertige Corporate Hybrids kombinieren in diesem Szenario hohe laufende Erträge bei moderaten Zinsrisiken mit soliden Fundamentaldaten der Emittenten und einer stabilen Nachfrage – ein Mix, der sie sowohl gegenüber klassischen High-Yield-Anleihen als auch gegenüber Senior-Investment-Grade-Anleihen erneut besonders attraktiv erscheinen lässt.
Vor diesem Hintergrund bleibt der Publikumsfonds Bantleon Select Corporate Hybrids bestens positioniert: Hohe Qualität, sorgfältige Titelauswahl und eine disziplinierte Steuerung des Risiko-Ertrags-Profils werden auch 2026 entscheidend sein, um das Potenzial dieser Anlageklasse konsequent auszuschöpfen und erneut attraktive Erträge zu erzielen.
Bantleon Select Corporate Hybrids: Performance*

Quelle: Bantleon
* Fondsjahr 1.12.2024-28.11.2025
Performance entsprechend BVI-Methode, unter Berücksichtigung der Pauschalkommission der Anteilsklasse »I«

