Im Gespräch mit dem Magazin Der Spiegel hat »Bantleon Kapitalmarktstratege« Dr. Harald Preißler von »aufziehender Panik« bei der US-Regierung gesprochen. Mit der Ankündigung, mehr lang laufende Staatsanleihen zurückzukaufen, habe der amerikanische Finanzminister Scott Bessent die Ängste der Anleger bestärkt.
Für die US-Regierung sehe Preißler angesichts der hohen Verschuldung und steigender Zinsen nur wenige Auswege. Sie könne noch mehr kurz laufende Anleihen ausgeben, deren Renditen niedriger seien und damit den Anteil kurzfristigerer Schulden erhöhen. Nachhaltiger wären jedoch höhere staatliche Einnahmen und niedrigere Ausgaben.
Das Problem sei, dass Sparmaßnahmen und höhere Steuern Donald Trumps Wählern schwer zu vermitteln seien. »Schlimmstenfalls könnte Fed-Chef Kevin Warsh einspringen und Bonds im großen Stil am Markt aufkaufen«, erklärte der Kapitalmarktstratege. Die Bilanz der US-Notenbank sei aber immer noch von den Anleihenkäufen der jüngsten Finanzkrise aufgebläht.
Lesen Sie den Artikel in der Ausgabe 36/2026 von Der Spiegel auf Seite 71.
