Woraus ergibt sich die Rendite einer Anleihe?
Zur Beschreibung einer Anleihe zählen vier wichtige Informationen: Emittent, Tag der Fälligkeit, Zinssatz (= Kupon) und Kurs. Der Kupon beschreibt den Zins, den der Emittent während der Laufzeit der Anleihe jährlich an den Anleihenkäufer zahlt. Hierbei wird zwischen fest- und variabel verzinslichen Anleihen unterschieden. Während bei ersteren der Zinssatz während der gesamten Laufzeit fest ist, erfolgt im zweiten Fall eine regelmässige Anpassung des Zinssatzes an einen vorher definierten Referenzwert. Unabhängig von der jeweiligen Variante kommt es während der Laufzeit der Anleihe kontinuierlich zu Abweichungen zwischen dem definiertem Kupon und dem jeweils aktuellen Marktzins. Dieser Unterschied wird zeitgleich über den Kurs ausgeglichen. Wenn also der Kupon höher ist als der Marktzins dann steigt der Kurs der Anleihe über den späteren Rückzahlungswert von 100 % und gleicht so die Zinsdifferenz wieder aus. Erwirbt zum Beispiel ein Anleger eine Anleihe mit einem Kupon in Höhe des aktuellen Marktzinses, so zahlt er dafür nicht mehr als den späteren Rückzahlungswert von 100 %. Sinkt jetzt aber der Marktzins in der darauffolgenden Zeit, so steigt der Kurs. Wenn jetzt der Investor diese Anleihe verkauft, so erhält er als Entschädigung für seine entgangenen Zinserträge einen Kursgewinn in gleicher Höhe.